Du kennst die drei wichtigsten Strategien für die Immobilienfinanzierung und willst jetzt noch wissen was bei einer Baufinanzierung als Eigenkapital zählt?
Du solltest wissen, dass es nicht nur die eine Form vom Eigenkapital gibt. Eigenkapital in einer Baufinanzierung sorgt dafür, dass du dich in deinem Beleihungswert verbessert und dir damit einen niedrigeren Zinssatz sichern kannst. Das bedeutet je geringer der Beleihungswert bzw. Beleihungsauslauf desto besser der Zinssatz den du von der Bank bekommst. Du willst wissen warum das so ist? Ganz einfach, je besser der Beleihungsauslauf umso geringer das Risiko für die Bank und somit sind sie auch bereit, dir einen guten Zinssatz zu geben.
1. Eigenkapital in Form von Geld
Dazu gehört natürlich ganz klassisch das Geld, das du auf deinem Bankkonto hast. Zusätzlich kommen hier aber auch Aktienfonds oder Lebensversicherungen, die du verkaufen kannst bzw. willst hinzu. Auch das Guthaben aus Bausparverträgen kannst du auflösen oder den Bausparvertrag nutzen, um deine Eigenkapitalhöhe zu verbessern. Jegliches Geld, dass du hast führt dazu das du deine Konditionen in deiner Immobilienfinanzierung verbessern kannst.
2. Eigenkapital in Form von Eigenleistung
Die Eigenleistung ist eine „fiktive“ Form des Eigenkapitals. Wir nehmen an, dass du dir ein Haus für 300.000 Euro kaufst und benötigst noch 100.000 Euro für die Modernisierung. Du selbst arbeitest auch in der Baubranche oder bist handwerklich begabt und hast einen großen Freundes- und Bekanntenkreis, die dich unentgeltlich dabei unterstützen mit Hilfe der 100.000 Euro dein Traumhaus zu erschaffen. Wenn du dies nicht könntest, müsstest du Handwerker bezahlen und damit bräuchtest du nicht nur 100.000 sondern gleich 150.000 Euro von der Bank, da jemand das Material verbauen muss.
Im Umkehrschluss bedeutet das, dass wir 50.000 Euro als Eigenleistung (in dieser Beispielrechnung) anrechnen können. Das heißt die Bank bewertet dein Haus jetzt mit 450.000 Euro du benötigst für deine Immobilienfinanzierung allerdings nur 400.000 Euro und hast somit 50.000 Euro „fiktives“ Eigenkapital für deine Immobilienfinanzierung. Das verbessert deinen Beleihungsauslauf und somit die Konditionen für deine Immobilienfinanzierung.
3. Eigenkapital in Form von einer Zusatzsicherheit
Eine Zusatzsicherheit verbessert auch die Konditionen deiner Immobilienfinanzierung. Was ist aber genau gemeint mit Zusatzsicherheit? Damit sind bereits im Idealfall bereits abgezahlte Immobilien gemeint entweder von dir selbst oder deinen Eltern oder Großeltern, die sie dir als Sicherheit für die Bank zur Verfügung stellen. Hier gibt es zwei Wege, entweder beschaffen wir nur einen bestimmten Betrag für deine Immobilienfinanzierung und damit verbessern wir deine Eigenkapitalquote und sichern dir für das über die Zusatzsicherheit geliehene Geld auch noch einen super Zinssatz. Die zweite Möglichkeit ist, dass auf beide Immobilien eine sogenannte Gesamtgrundschuld eingetragen wird und somit beide Immobilien als Sicherheit dienen. Im ersten Fall besorgst du dir nur Geld für deine Immobilienfinanzierung über das Haus und in der zweiten Variante sind beide Immobilien miteinander verknüpft. Was nun die bessere Form ist, kommt immer auf deine Bedürfnisse drauf an bzw. welche Form deine Eltern bzw. Großeltern bevorzugen.
Dir fehlen noch die Grundlagen der Immobilienfinanzierung ? Diese kannst du in meinem Blog nachlesen. Schau dir in diesem Zuge auch gleich an welche Unterlagen für die Baufinanzierung notwendig sind. Hast du dir auch schon angeschaut was beim Hauskauf Aschaffenburg zählt?
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